Sandstrände an der Adria — wo man sie findet
Veröffentlicht 20. Juni 2026 · ~6 Min. Lesezeit
Sandstrände sind eine der häufigsten Fragen von Adria-Besuchern, doch die kroatische Küste ist überwiegend kiesig und felsig. Echte Sandstrände gibt es, aber sie sind seltener und daher gefragt, besonders bei Familien mit kleinen Kindern. Dieser Leitfaden erklärt, warum das so ist und wo man die bekannteren Sandstrände nach Regionen findet.
Warum die Adria überwiegend kiesig ist
Die kroatische Küste besteht größtenteils aus Kalkstein, und eine solche Karstküste ist in Buchten, Felsen und Kies zerklüftet, während Sand nur an besonderen Stellen entsteht — in flachen, geschützten Buchten oder dort, wo das Meer über lange Zeit feines Material ablagert. Deshalb sind Sandstrände in geringer Zahl entlang der Küste verstreut und bilden keine langen Sandstreifen. Viele als sandig beschriebene Strände sind in Wirklichkeit eine Mischung aus feinem Kies und Sand.
Sandstrände nach Regionen
Der folgende Überblick nennt einige der bekannteren sandigen und überwiegend sandigen Strände nach Regionen. Die Liste ist nicht vollständig und dient der Orientierung; der Untergrund kann innerhalb desselben Strandes und je nach Meeresstand variieren.
| Region | Bekanntere Sandstrände |
|---|---|
| Zadar | Ninska laguna (Nin), Sakarun (Dugi otok), Sabunike (Privlaka) |
| Primorje-Gorski Kotar (Kvarner) | Rajska plaža (Lopar, Rab), Strände der Insel Susak |
| Split-Dalmatien | Lovrečina (Brač); Hinweis: Zlatni rat (Bol) ist feiner Kies |
| Dubrovnik-Neretva | Vela Pržina und Bilin žal (Lumbarda, Korčula), Saplunara (Mljet) |
| Istrien | Bijeca (Medulin) |
Ein verbreiteter Irrtum sei hervorgehoben: Zlatni rat bei Bol, der berühmteste Strand Kroatiens, ist nicht sandig, sondern besteht aus feinem, glattem Kies. Ebenso sind zahlreiche als sandig beworbene Strände in Wirklichkeit eine Kombination aus Sand und feinem Kies, die zwar angenehm zu begehen ist, aber nicht der feine Sand, den man erwartet.
Sand, Kies oder Fels — was wählen
Sand ist angenehm für bloße Füße und der Einstieg ins Meer ist allmählich, daher eignen sich Sandstrände gut für kleine Kinder und schwächere Schwimmer. Der Nachteil ist, dass feiner Sand leichter aufgewirbelt wird, sodass das Wasser am Ufer nach Wind oder bei Andrang trüber sein kann. Kies sorgt für klareres Wasser und einen aufgeräumteren Strand, doch der Einstieg ist unbequemer, weshalb Badeschuhe helfen. Felsige Strände haben meist das klarste Meer und die wenigsten Menschen, erfordern aber einen vorsichtigeren Einstieg und Schuhwerk.
Wie man einen Strand findet und die Meerwasserqualität prüft
Die Art des Untergrunds prüft man am besten am Strand selbst oder anhand von Fotos, da die Einordnung von Quelle zu Quelle unterschiedlich ausfällt. Unabhängig davon, ob ein Strand sandig oder kiesig ist, wird die Meerwasserqualität gesondert gemessen. Auf der Seite jedes Strandes zeigen wir die letzte Bewertung der Meerwasserqualität und die verfügbaren Einrichtungen, sodass Sie vor der Abreise nach Stränden am gewünschten Ort oder auf der gewünschten Insel suchen und prüfen können, ob das Meer als ausgezeichnet bewertet ist.